In vielen Unternehmen werden Logistikprozesse funktional betrachtet: Einkauf, Lager, Versand, Transport und Vertrieb arbeiten mit eigenen KPIs und eigenen Systemlogiken. Aus Sicht eines SAP-Beraters ist diese Fragmentierung einer der Hauptgründe für Ineffizienzen und mangelnde Transparenz.
SAP bietet die Möglichkeit, Logistikprozesse vollständig integriert abzubilden. Entscheidend ist jedoch, Prozesse nicht isoliert zu optimieren, sondern gesamthaft zu betrachten. Eine End-to-End-Sicht verbindet Beschaffung, Wareneingang, Bestandsführung, Lagerprozesse, Kommissionierung, Verpackung, Transport und Auslieferung zu einem durchgängigen Fluss.
Dadurch entstehen klare Vorteile: schnellere Durchlaufzeiten, weniger Fehler, stabile Workflows und eine höhere Termintreue. Voraussetzung dafür sind harmonisierte Prozessvarianten, saubere Bewegungsarten, verständliche Buchungslogiken und gut gewartete Stammdaten. Ebenso wichtig sind Schnittstellen, die Beschaffung, Logistik und Vertrieb zuverlässig verbinden.
In der Praxis zeigt sich: Je stärker ein Unternehmen seine Logistikprozesse integriert, desto einfacher wird die tägliche Arbeit – und desto besser lassen sich Kosten, Ressourcen und Qualität steuern.