Ein häufiger Fehler bei SAP-Einführungen besteht darin, alte Prozesse und historische Sonderlösungen 1:1 ins neue System zu übertragen. Aus Sicht eines SAP-Beraters verschenken Unternehmen damit das Potenzial von SAP S/4HANA – denn dieses System ist darauf ausgelegt, Standardprozesse zu stärken und Komplexität zu reduzieren.
„Standard nutzen“ bedeutet nicht, Kompromisse zu akzeptieren. Es bedeutet, sich an bewährten Prozesslogiken zu orientieren, die SAP kontinuierlich weiterentwickelt. Das Ergebnis sind stabilere Abläufe, bessere Upgrade-Fähigkeiten und langfristig geringere Kosten für Wartung und Anpassung.
Der sinnvolle Weg besteht darin, Standardprozesse als Grundlage zu nehmen und nur dort Erweiterungen vorzunehmen, wo sie echten Mehrwert schaffen. Das erfordert Mut zur Vereinfachung und eine klare Priorisierung.
Unternehmen, die konsequent auf SAP-Best-Practice-Prozesse setzen, profitieren von höherer Transparenz, besserer Prozessqualität und weniger technischen Abhängigkeiten. So entsteht ein System, das nicht nur funktioniert, sondern auch zukunftsfähig bleibt.